dorothy
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der knoten in meinem bauch scheint fast zu platzen. ich atme ein und aus, ein und aus, oder die version davon die ich gerade so hinbekomme. ich spüre die panik meinen hals hochsteigen, spüre den unregelmäßigen takt meines herzens, merke dass ich das hier zu sehr nach den selben alten situationen anfühlt. ich schaffe es kaum die schluchzer und tränen zu unterdrücken, schaffe es kaum den schmerz wegzuatmen. bei jeder deiner bewegungen zucke ich zusammen, bei jedem zu lautem geräusch schwillt meine hoffnung an, zerprallt dann aber an deinem mir zugedrehten rücken. "bist du noch wach?" frage ich in die stille. ich weiß nicht ob dein schweigen heißt dass du trotz meiner offensichtlichen tränen eingeschlafen bist, oder ob du mich damit bestrafst. ich weiß nur dass ich hier raus muss. aus diesem bett, aus der enge. ich begutachte mich selber im badezimmer spiegel. ich habe lange nicht mehr richtig geweint, lange nicht mehr so dass mir die luft ausgeht, lange nicht mehr so leise wie möglich um jemand anderen nicht zu stören. ich flüstere mir mehrmals zu dass das hier nicht das selbe ist. dass deine grausamkeit mir gegenüber, dass dein hingeschmissenes "dann wein halt weiter", nicht bedeutet dass ich gerade in die gleiche falle tappe. witzig wie ich immer wusste dass du gemein sein kannst, dass du mir gegenüber auch so kalt sein kannst hatte ich irgendwie nicht erwartet. aus naivität, aus dem gedanken dass du mich so liebst, dass ich diese seite an dir niemals gegen mich gerichtet sein würde. ich schlafe kaum. starre die decke an. versuche zu atmen so wie ich es gelernt habe. irgendwann döse ich doch weg, wache aber wieder auf und bin begleitet von der selben alten panik, die ich fast wie einen alten freund begrüße. du schläfst. ich schaue dich an, präge mir unbewusst ein wie du aussiehst falls sich das szenario in meinem kopf als realität herausstellt. unter der dusche brechen die tränen wieder hervor, ich weiß was ich hier tue. ich bereite mich darauf vor dass du wieder gehst. dass du wieder sagst da gäbe es nichts mehr wofür ich mich entschuldigen müsste.weil du erneut gemerkt hast dass das mit mir doch keine zukunft hat. und ich bin wütend und ich bin verletzt. aber ich schlucke es herrunter, weil ich nicht gehen kann ohne dass das hier geklärt ist. wir klären nichts. du schweigst. dass hier fühlt sich alles wie ein deja vu an. die leute in der bahn ignorieren meine tränen. und eigentlich will ich das jetzt auch tun. schweigen. warten bis du dich meldest. aber mein herz verzehrt sich so sehr danach zu wissen dass alles zwischen uns in ordnung ist. das du weißt dass mir alles leid tut, aber auch das ich ebenfalls verletzt bin. man sollte meinen dass die last von meiner schulter gefallen ist, als du mir endlich antwortest. dass ich danach wieder normal atmen kann. aber das gefühl der erleichterung bleibt aus. weil ich angst habe dass das hier zu viel auf einmal war. dass du nicht vergessen kannst wie sehr dich meine worte verletzt habe, dass ich nicht vergessen kann wie sehr mich deine reaktion verletzt hat. dass das hier ein schwebezustand zwischen "wir kämpfen für einander" oder "wir haben es immerhin nochmal versucht ist". weil mein verräterisches herz mir weiterhin zuflüstert dass irgendwie doch nichts in ordnung ist.
2.8.21 20:45
 
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